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Über das Stück »Als Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheuren Ungeziefer verwandelt.« Mit dieser radikalen Setzung beginnt der Klassiker von Franz Kafka. Gemeinsam mit der litauischen Theatermacherin Kamilė Gudmonaitė erkunden sieben Spieler:innen zwischen 22 und 68 Jahren Kafkas Erzählung »Die Verwandlung«. Im Zentrum dieser dialogischen Auseinandersetzung steht die Erfahrung der Entfremdung, die entsteht, wenn die eigene Körperwahrnehmung nicht mit der äußeren Realität übereinstimmt – wenn der Körper als monströs oder unpassend empfunden wird.

Die Inszenierung hinterfragt, wie der Körper in der heutigen Gesellschaft wahrgenommen und gestaltet wird. Längst ist er nicht mehr schicksalhaft gegeben, sondern zum Projekt geworden: Durch Training, chirurgische Eingriffe oder andere transformative Prozesse kann er nach individuellen Vorstellungen geformt und verändert werden. Und dennoch bleibt der Mensch dem Körper immer auch ausgeliefert – seinen biologischen Wandlungen, seiner Verletzlichkeit und den Zuschreibungen anderer.

Die Inszenierung nähert sich Kafkas Werk aus einer zeitgenössischen Perspektive, die den Körper als Schauplatz eines Spannungsfeldes zwischen alten Zwängen und neuen Spielräumen begreift. Dabei wird der Körper nicht nur als biologische, sondern auch als soziale und kulturelle Kategorie untersucht – ein Ort, an dem Identität und Fremdheit zugleich verhandelt werden. Kamilė Gudmonaitė gehört zum Leitungsteam des Litauischen Nationaltheaters in Vilnius und gilt als eine der aufregendsten Regisseur:innen ihrer Generation. Mit Arbeiten, die sich mit Gesundheit, Gender und Generationskonflikten beschäftigen, hat sie sich auch international einen Namen gemacht. In ihrer ersten Inszenierung am D’haus kombiniert sie Kafkas Weltliteratur mit den Körpergeschichten der Spieler:innen. Die Inszenierung wurde zum Festival Radikal jung 2025 eingeladen. Dank an Leo Milo Matteo Näckel für den Chortext. Hinweis Inhalt Die Inszenierung thematisiert u.a. Suizid und Depressionen. Trailer

Zum Ticket Programm wählen Datum wählen Karten Ein Traum, was sonst? Der Mensch ist nur da ganz Mensch, wo er träumt. Der Prinz von Homburg träumt nach drei Tagen zu Pferd und militärischen Niederlagen nachts im Garten von unsterblichem Ruhm und der großen Liebe. Und der Traum scheint noch nicht zu Ende geträumt, als er am nächsten Morgen in der Schlacht einen Befehl missachtet, zu früh zum Angriff bläst und den entscheidenden Sieg erringt. Doch anstatt als Held gefeiert zu werden, wird er wegen Ungehorsams zum Tode verurteilt. Der Kurfürst besteht darauf, strikt nach dem Gesetz zu urteilen, das für alle gleich zu gelten hat, auch für verträumte Prinzen. Von vielen Seiten bedrängt stellt er allerdings die Aufhebung des Urteils für den Fall in Aussicht, dass der Prinz es anficht. Der militärische Gehorsam erzwingt einen Gewaltakt, der doch für ein auf Regeln gegründetes Zusammenleben selbstverständlich und unabdingbar ist: Der Verurteilte steht sich selbst als Richter gegenüber und kommt in dieser Funktion nicht umhin, das Urteil gutzuheißen. Als der Prinz sich zu dem Schritt durchgerungen und seinen Tod akzeptiert hat – wird er begnadigt.

Er wird mit der Spaltung leben müssen. Ein ganzer, ein träumender Mensch wird er nie mehr sein. Aber ein gehorsamer Soldat. Der gebürtige Bochumer Ulrich Rasche hat sich mit Inszenierungen von großer bildnerischer Prägnanz, hoher Musikalität und äußerster Konzentration auf sprachliche Klarheit einen internationalen Namen gemacht. Mit Kleists Schauspiel über die menschlichen Kosten innerer Aufrüstung und die Totalität des Krieges eröffnet er die neue Intendanz. PRINZ FRIEDRICH VON HOMBURG Ein Schauspiel
von Heinrich von Kleist
Premiere am 18. September 2026
Schauspielhaus, Großes Haus
Schauspiel

Über die Veranstaltung Bevor die Flohmärkte im Frühling wieder öffnen, lädt das Stadt:Kollektiv im Offenen Foyer zur nächsten großen Kleidertauschparty ein. Bringt den Silvesterfummel vom letzten Jahr, Fehlkäufe und alles, was im Schrank keinen Platz mehr findet, mit und tauscht alte Schätze gegen neue Fundstücke. Es gibt eine Siebdruck- Station des Jungen Eine Welt Forum, und bei Curvy’s Place könnt ihr Kleidung ab Größe 44 tauschen. — Eintritt frei — Bitte maximal 15 Kleidungsstücke mitbringen Wie funktioniert die Kleidertauschparty? Beim Einlass begrüßt euch unser Team und kontrolliert kurz, was und wie viel ihr dabei habt.Bitte achtet darauf, nur Kleidungsstücke, Schuhe und Accessoires (Tücher, Hüte etc.) mitzubringen. Make-up, Bücher, Elektronik und alles andere, was nicht in den Kleiderschrank gehört, wird weggeräumt.Verteilt eure mitgebrachten Kleidungsstücke im Foyer: Auf den Tischen und an den Kleiderstangen findet ihr Aufsteller, was an den jeweiligen Ort gehört.Nehmt mit, was euch gefällt und passt – Bitte sammelt nur für den Eigenbedarf und nehmt maximal 15 Kleidungsstücke mit.Ihr könnt die Kleidungsstücke auf unseren Toiletten anprobieren.Geht respektvoll mit euren Mitmenschen und der ausgelegten Kleidung um.Wendet euch bei Fragen an das Team des D’haus.
Kleidung, die übrig bleibt, spendet das D’haus an das Deutsche Rote Kreuz.
Kooperation In Kooperation mit Junges Eine Welt Forum e. V. und Curvy’s Place Plus-Size Trödel & Events

Zum Ticket Programm wählen Datum wählen Karten Wir brauchen neue Formen. Neue Formen! Und wenn es sie nicht gibt, dann sollte man den ganzen Quatsch lieber ganz lassen. Die einen verteidigen ihre Kunst, um zu überleben. Die anderen suchen nach neuen Formen, um überhaupt leben zu können. Aber hier kommt keiner an. Gegen die Erwartungen der anderen. Die junge Schauspielerin Nina und der ambitionierte Dramatiker Kostja – prekär, aber unbedingt – träumen von der Liebe. Während Kostjas Mutter Arkadina die Kunst ihres Sohnes verachtet und sich in Sehnsüchten nach dem erfolgreichen Autor Trigorin verliert. Man findet sich zusammen und ist in schmerzhaften Konflikten miteinander verbunden. Ein Leben geht nur im Selbstwiderspruch. Und über allem stehen die Angst vor dem eigenen Bedeutungsverlust und die lähmende Macht eines Systems, das lieber verwaltet als erneuert. Die Menschen fragen: Wo ist die große Vision? Und sind darin erschreckend modern. Haben wir den Glauben an die Zukunft schon verloren?

Die Schweizer Regisseurin Barbara Frey inszeniert seit vielen Jahren an renommierten Bühnen im deutschsprachigen Raum und hat das zeitgenössische Theater nachhaltig geprägt. Die vielfach ausgezeichneten Arbeiten der ehemaligen Intendantin des Zürcher Schauspielhauses (2009–2019) und der Ruhrtriennale (2021–2023) stehen für formale Klarheit und eine hohe Sensibilität für Sprache. Barbara Frey zeigt einen großen Klassiker und ein großes Ensemblestück – über die Frage, wie man auch im Scheitern Mensch bleibt. Weder Komödie noch Tragödie. Ein Zwischenspiel. DIE MÖWE von Anton Tschechow
Übersetzung Angela Schanelec
Premiere am 16. Oktober 2026
Schauspielhaus, Großes Haus
Schauspiel

Draußen liegt die große Welt,
und manchmal glückt es der kleinen Welt
für eine Sekunde, die große Welt widerzuspiegeln,
damit wir sie besser verstehen. Fanny und Alexander wachsen Anfang des 20. Jahrhunderts in der großbürgerlichen Theaterfamilie Ekdahl auf. Ihr Vater ist Theaterdirektor, ihre Mutter Schauspielerin. Die Kinder sind ganz selbstverständlich Teil von rauschenden Festen, Theaterproben und Gesprächen über Literatur. Ihre glückliche Kindheit nimmt ein jähes Ende, als der Vater während einer Probe zusammenbricht und stirbt. Der Geist des Vaters erscheint dem trauernden Sohn immer wieder. Die Mutter Emilie heiratet erneut, einen Bischof, der sie anweist, alles Vertraute, allen Besitz hinter sich zu lassen und ihm mit ihren Kindern in seine asketische Welt zu folgen. Dort erleben sie Repression und Gewalt. Trotz einer neuen Schwangerschaft will Emilie den Bischof verlassen, der ihr daraufhin mit dem Entzug des Sorgerechts für ihre leiblichen Kinder droht. Bei einem Brand im Haus des Bischofs kommt dieser ums Leben. Emilie, Fanny und Alexander kehren zurück in den Familienverbund der Ekdahls. Die Matriarchin, Emilies Schwiegermutter Helene, zitiert als Schlusswort aus August Strindbergs Traumspiel: „Alles kann geschehen, alles ist möglich und wahrscheinlich. Zeit und Raum existieren nicht.“

Der schwedische Theater- und Filmregisseur Ingmar Bergman nimmt 1982 in seinem letzten Kinofilm die Perspektive Alexanders ein, der die Welt der Erwachsenen beobachtet, wie sie lieben, lügen, spielen, sterben. Diese feinen Alltagsbeobachtungen verweben sich mit den großen metaphysischen Menschheitsfragen, die Bergman in seinem Werk, auf das er in diesem Film zurückblickt, beschäftigt haben. Für den isländischen Regisseur Thorleifur Örn Arnarsson, ebenfalls Kind einer Theaterfamilie, ist der Film vor allem eine Liebeserklärung an die Kraft der Kunst und insbesondere des Theaters als Ort der alles überwindenden Fantasie.

Zum Ticket Programm wählen Datum wählen Karten Draußen liegt die große Welt,
und manchmal glückt es der kleinen Welt
für eine Sekunde, die große Welt widerzuspiegeln,
damit wir sie besser verstehen. Fanny und Alexander wachsen Anfang des 20. Jahrhunderts in der großbürgerlichen Theaterfamilie Ekdahl auf. Ihr Vater ist Theaterdirektor, ihre Mutter Schauspielerin. Die Kinder sind ganz selbstverständlich Teil von rauschenden Festen, Theaterproben und Gesprächen über Literatur. Ihre glückliche Kindheit nimmt ein jähes Ende, als der Vater während einer Probe zusammenbricht und stirbt. Der Geist des Vaters erscheint dem trauernden Sohn immer wieder. Die Mutter Emilie heiratet erneut, einen Bischof, der sie anweist, alles Vertraute, allen Besitz hinter sich zu lassen und ihm mit ihren Kindern in seine asketische Welt zu folgen. Dort erleben sie Repression und Gewalt. Trotz einer neuen Schwangerschaft will Emilie den Bischof verlassen, der ihr daraufhin mit dem Entzug des Sorgerechts für ihre leiblichen Kinder droht. Bei einem Brand im Haus des Bischofs kommt dieser ums Leben. Emilie, Fanny und Alexander kehren zurück in den Familienverbund der Ekdahls. Die Matriarchin, Emilies Schwiegermutter Helene, zitiert als Schlusswort aus August Strindbergs Traumspiel: „Alles kann geschehen, alles ist möglich und wahrscheinlich. Zeit und Raum existieren nicht.“

Der schwedische Theater- und Filmregisseur Ingmar Bergman nimmt 1982 in seinem letzten Kinofilm die Perspektive Alexanders ein, der die Welt der Erwachsenen beobachtet, wie sie lieben, lügen, spielen, sterben. Diese feinen Alltagsbeobachtungen verweben sich mit den großen metaphysischen Menschheitsfragen, die Bergman in seinem Werk, auf das er in diesem Film zurückblickt, beschäftigt haben. Für den isländischen Regisseur Thorleifur Örn Arnarsson, ebenfalls Kind einer Theaterfamilie, ist der Film vor allem eine Liebeserklärung an die Kraft der Kunst und insbesondere des Theaters als Ort der alles überwindenden Fantasie. FANNY UND ALEXANDER von Ingmar Bergman
Übersetzung Renate Bleibtreu
Premiere am 19. September 2026
Schauspielhaus, Kleines Haus
Schauspiel

Zum Ticket Programm wählen Datum wählen Karten Ich bin dir zuvorgekommen, weil ich die Stärkere bin. Weil ich mehr Mut habe als du und mehr Feuer im Leib. Unter diesem Dach habe ich dem Tod in die Augen gesehen und bin ausgezogen, um mir zu holen, was mir gehört. Bernarda Alba, die tyrannische Matriarchin eines Haushalts voller Frauen, verhängt nach dem Tod ihres zweiten Mannes eine achtjährige Trauerzeit mit Ausgangssperre über ihre erwachsenen Töchter. Sie kontrolliert jeden Kontakt zur Außenwelt, sanktioniert die kleinste Abweichung mit roher Gewalt und erlaubt dennoch der ältesten Tochter eine Verlobung – eine unzumutbare Ausnahme, die die Spannungen im Haus noch zuspitzt.

Mit Tragödie von den Frauen in den Dörfern Spaniens untertitelt Federico García Lorca das Stück und stellt uns damit vor die Aufgabe, diese Geschichte nicht als spezifisch, sondern als repräsentativ zu verstehen. Die Komplexität der widersprüchlichen gesellschaftlichen Strukturen ist im Schicksal der einzelnen Figur gebündelt. Im Angesicht des Faschismus greift der Autor einem modernen Diskurs vor und offenbart das Private als politisch. Zugleich fordert er, „die folgenden drei Akte als fotografisch genaue Dokumentation zu verstehen“, und macht deutlich, dass hier nicht die Geschichte einer außergewöhnlich sadistischen Mutterfigur erzählt wird, sondern ein Abbild der Realität entsteht. So verschiebt sich auch unsere Perspektive auf die Handlung: Können wir ein solches Verhalten nicht als Ausnahme, sondern als Ausdruck zeitgeschichtlicher Verhältnisse lesen? Und was bedeutet es, eine Figur wie Bernarda aus heutigen moralischen Maßstäben heraus verstehen zu wollen?

Die Regisseurin Lucia Bihler, deren Inszenierungen präzise Choreografien und vielschichtige visuelle Kompositionen auszeichnen, legt den Fokus ihrer inhaltlichen Arbeit auf das Sezieren von Machtverhältnissen. Dabei verzichtet sie auf die Auflösung von Widersprüchen und ermöglicht dem Publikum, die Figuren im Spannungsfeld zwischen Unterwerfung und Selbstbehauptung zu sehen. BERNARDA ALBAS HAUS von Alice Birch
nach Federico García Lorca
Übersetzung Ulrike Syha
Premiere am 24. September 2026
Schauspielhaus, Großes Haus
Schauspiel

Über die Veranstaltung Ab März lädt das Klima Café ins Foyer des Düsseldorfer Schauspielhauses. Organisiert von der Regionalgruppe Düsseldorf/Neuss der »Psychologists for Future« gibt es zukünftig einmal im Monat die Gelegenheit, sich bei Kaffee oder Tee in Vorträgen, Videos, Gesprächen und Diskussionen mit Gleichgesinnten zum Thema »Die Klimakrise, ihre Folgen und wie wir handeln« auszutauschen. Das Klima-Café ist offen für alle Interessierten.

Über die Veranstaltung Ab März lädt das Klima Café ins Foyer des Düsseldorfer Schauspielhauses. Organisiert von der Regionalgruppe Düsseldorf/Neuss der »Psychologists for Future« gibt es zukünftig einmal im Monat die Gelegenheit, sich bei Kaffee oder Tee in Vorträgen, Videos, Gesprächen und Diskussionen mit Gleichgesinnten zum Thema »Die Klimakrise, ihre Folgen und wie wir handeln« auszutauschen. Das Klima-Café ist offen für alle Interessierten.

Wir brauchen neue Formen. Neue Formen! Und wenn es sie nicht gibt, dann sollte man den ganzen Quatsch lieber ganz lassen. Die einen verteidigen ihre Kunst, um zu überleben. Die anderen suchen nach neuen Formen, um überhaupt leben zu können. Aber hier kommt keiner an. Gegen die Erwartungen der anderen. Die junge Schauspielerin Nina und der ambitionierte Dramatiker Kostja – prekär, aber unbedingt – träumen von der Liebe. Während Kostjas Mutter Arkadina die Kunst ihres Sohnes verachtet und sich in Sehnsüchten nach dem erfolgreichen Autor Trigorin verliert. Man findet sich zusammen und ist in schmerzhaften Konflikten miteinander verbunden. Ein Leben geht nur im Selbstwiderspruch. Und über allem stehen die Angst vor dem eigenen Bedeutungsverlust und die lähmende Macht eines Systems, das lieber verwaltet als erneuert. Die Menschen fragen: Wo ist die große Vision? Und sind darin erschreckend modern. Haben wir den Glauben an die Zukunft schon verloren?

Die Schweizer Regisseurin Barbara Frey inszeniert seit vielen Jahren an renommierten Bühnen im deutschsprachigen Raum und hat das zeitgenössische Theater nachhaltig geprägt. Die vielfach ausgezeichneten Arbeiten der ehemaligen Intendantin des Zürcher Schauspielhauses (2009–2019) und der Ruhrtriennale (2021–2023) stehen für formale Klarheit und eine hohe Sensibilität für Sprache. Barbara Frey zeigt einen großen Klassiker und ein großes Ensemblestück – über die Frage, wie man auch im Scheitern Mensch bleibt. Weder Komödie noch Tragödie. Ein Zwischenspiel.