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Über die Veranstaltung Das Theater endet nie, es ist niemals fertig, sondern es beginnt andauernd aufs Neue, baut sich auf und ständig um – das Theater ist »Always Under Construction«.

Zum letzten Saison-Finale der zehnjährigen Intendanz von Wilfried Schulz möchten wir uns unter diesem Titel von Ihnen, liebes Publikum, verschieden. Wir möchten Lieder, Klänge, Rollen und Geschichten aus einer Düsseldorfer Theater-Dekade versammeln – mit unserem Ensemble und vielen Schauspieler:innen, die diese Zeit mitgeprägt haben und für diesen Abend noch einmal zurückkehren.

Unter der Leitung von André Kaczmarczyk und Matts Johan Leenders entsteht ein musikalischer Abend, den wir Ihnen als Abschiedsgeschenk machen möchten und mit dem wir uns bedanken möchten für Ihre Treue und Vertrauen, für Ihre Neugier und Streitlust. Wir spielen ihn dreimal und freuen uns auf ein gemeinsames Abschiednehmen voneinander.

Und vielleicht ist dieser Abend eben eines genau nicht: ein Ende. Sondern der Moment, in dem man noch einmal sieht, dass alles immer im Werden ist.

Über das Stück Die letzte Premiere im Kleinen Haus ist eine große Farce über das Theater, ein lustvolles und bissiges Nachdenken über die eigene Kunst. Die Inszenierung ist eine der Abschiedsinszenierungen (nach »Das Buch der Unruhe« und gefolgt von »Die unendliche Geschichte«), mit denen sich die aktuelle künstlerische Leitung von Düsseldorf verabschiedet.

Der selbsternannte Staatsschauspieler Bruscon zieht mit seiner Familie von Ort zu Ort. Einst spielte er in Berlin den Faust und in Zürich den Mephisto. Aber das ist lange her. Heute im Gepäck: »Das Rad der Geschichte« – ein Jahrhundertwerk aus eigener Feder und eine Komödie, die eigentlich eine Tragödie ist, weil wir aus ihr bekanntlich nichts lernen können. Von Nero bis Napoleon, von Metternich bis Hitler sind sie alle dabei, die großen Tyrannen der Weltgeschichte. Gespielt werden sie alle von Bruscons Familie: seiner Frau Agathe, den beiden Kindern Sarah und Ferruccio und natürlich ihm selbst. Der Schauspieler tourt durch die dunkelste Provinz, steigert sich in abendfüllende Schimpftiraden und rechnet schonungslos ab mit allem: der Bühnenkunst an sich und der eigenen Familie. So richtig Theater machen, das kann er. Und um den Preis der eigenen Lächerlichkeit verteidigt Bruscon bis zuletzt, was ihm am wichtigsten ist – das Theater.

Mit dem »Theatermacher« zeichnete Thomas Bernhard das bizarre wie einfühlsame Porträt eines Künstlers zwischen Lampenfieber und Selbstvernichtung. Regisseurin Christina Tscharyiski arbeitet u. a. regelmäßig in Berlin, Frankfurt, Wien und Zürich. In Düsseldorf erzählt sie die Geschichte des Familientyrannen mit einem Frauenensemble um Rosa Enskat. Ergänzt wird Bernhards Text durch einen Monolog des österreichischen Dramatikers Ferdinand Schmalz.

Über das Stück Shakespeares »Hamlet« steht seit Februar 2019 im Spielplan – mit Christian Friedel in der Titelrolle, der in Düsseldorf das Publikum auch in »Der Sandmann« und »Dorian« begeistert. Besonders macht diese »Hamlet«-Inszenierung die eigene musikalische Erzählebene, für die Christian Friedel die Songs geschrieben hat und die diesen Theaterabend auch zu einem furiosen Shakespeare-Konzert werden lässt.

In Dänemark ist nichts, wie es war. Dem krisengebeutelten Königreich droht der Untergang; etwas ist faul im Staate. Mittendrin der Königssohn: Hamlet. Gerade eben hat er noch seinen Vater zu Grabe getragen, da muss er seinen Onkel als neuen Mann der Mutter akzeptieren. Und Ophelia, die er liebt, spioniert ihm nach im Dienst seiner vermeintlichen Gegner. Eine Welt aus Lug und Trug, so scheint es Hamlet. Woher sollte da noch Vertrauen kommen? Hamlet strauchelt. Er schwankt. Innerlich zerrissen, will er den Tod seines Vaters rächen. Und damit setzt er ein mörderisches Spiel in Gang.

Regisseur Roger Vontobel stellt in seiner Inszenierung die Frage, wie richtiges Handeln möglich ist, wenn man den Spagat zwischen privater Not und politischer Realität machen muss. Wer ist hier im Recht? Wer lügt? Wer sieht noch klar? Wer ist wahnsinnig und wer vernünftig in dieser Welt, die aus den Fugen geraten ist? Ursprünglich entstand Vontobels »Hamlet« am Staatsschauspiel Dresden, wo er während der dortigen Intendanz von Wilfried Schulz zur Kultinszenierung wurde. Nun ist er mit dem Düsseldorfer Ensemble am Rhein zu sehen. Trailer

Über das Stück »Als Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheuren Ungeziefer verwandelt.« Mit dieser radikalen Setzung beginnt der Klassiker von Franz Kafka. Gemeinsam mit der litauischen Theatermacherin Kamilė Gudmonaitė erkunden sieben Spieler:innen zwischen 22 und 68 Jahren Kafkas Erzählung »Die Verwandlung«. Im Zentrum dieser dialogischen Auseinandersetzung steht die Erfahrung der Entfremdung, die entsteht, wenn die eigene Körperwahrnehmung nicht mit der äußeren Realität übereinstimmt – wenn der Körper als monströs oder unpassend empfunden wird.

Die Inszenierung hinterfragt, wie der Körper in der heutigen Gesellschaft wahrgenommen und gestaltet wird. Längst ist er nicht mehr schicksalhaft gegeben, sondern zum Projekt geworden: Durch Training, chirurgische Eingriffe oder andere transformative Prozesse kann er nach individuellen Vorstellungen geformt und verändert werden. Und dennoch bleibt der Mensch dem Körper immer auch ausgeliefert – seinen biologischen Wandlungen, seiner Verletzlichkeit und den Zuschreibungen anderer.

Die Inszenierung nähert sich Kafkas Werk aus einer zeitgenössischen Perspektive, die den Körper als Schauplatz eines Spannungsfeldes zwischen alten Zwängen und neuen Spielräumen begreift. Dabei wird der Körper nicht nur als biologische, sondern auch als soziale und kulturelle Kategorie untersucht – ein Ort, an dem Identität und Fremdheit zugleich verhandelt werden. Kamilė Gudmonaitė gehört zum Leitungsteam des Litauischen Nationaltheaters in Vilnius und gilt als eine der aufregendsten Regisseur:innen ihrer Generation. Mit Arbeiten, die sich mit Gesundheit, Gender und Generationskonflikten beschäftigen, hat sie sich auch international einen Namen gemacht. In ihrer ersten Inszenierung am D’haus kombiniert sie Kafkas Weltliteratur mit den Körpergeschichten der Spieler:innen. Die Inszenierung wurde zum Festival Radikal jung 2025 eingeladen. Dank an Leo Milo Matteo Näckel für den Chortext. Hinweis Inhalt Die Inszenierung thematisiert u.a. Suizid und Depressionen. Trailer

Über die Veranstaltung Das Theater endet nie, es ist niemals fertig, sondern es beginnt andauernd aufs Neue, baut sich auf und ständig um – das Theater ist »Always Under Construction«.

Zum letzten Saison-Finale der zehnjährigen Intendanz von Wilfried Schulz möchten wir uns unter diesem Titel von Ihnen, liebes Publikum, verschieden. Wir möchten Lieder, Klänge, Rollen und Geschichten aus einer Düsseldorfer Theater-Dekade versammeln – mit unserem Ensemble und vielen Schauspieler:innen, die diese Zeit mitgeprägt haben und für diesen Abend noch einmal zurückkehren.

Unter der Leitung von André Kaczmarczyk und Matts Johan Leenders entsteht ein musikalischer Abend, den wir Ihnen als Abschiedsgeschenk machen möchten und mit dem wir uns bedanken möchten für Ihre Treue und Vertrauen, für Ihre Neugier und Streitlust. Wir spielen ihn dreimal und freuen uns auf ein gemeinsames Abschiednehmen voneinander.

Und vielleicht ist dieser Abend eben eines genau nicht: ein Ende. Sondern der Moment, in dem man noch einmal sieht, dass alles immer im Werden ist.

Über das Stück Als sich der Schriftsteller Wolfgang Herrndorf am 26. August 2013 das Leben nahm, starb mit ihm einer der begabtesten, wichtigsten und wirkungsmächtigsten Autor:innen des noch jungen 21. Jahrhunderts. Seine literarische Schaffensphase umfasste kaum mehr als zehn Jahre, und es sind nur wenige Bücher, die er hinterlassen hat. Die aber haben ein Schwergewicht, das seinesgleichen sucht. Sein Thriller »Sand« gewann den Preis der Leipziger Buchmesse, »Tschick« wurde innerhalb weniger Jahre zu einem millionenfach aufgelegten Klassiker der neuen deutschen Literatur (und des Deutschunterrichts). Und über »Arbeit und Struktur« schrieb der Literaturwissenschaftler Michael Maar: »Bei aller Hochschätzung für Herrndorfs Romane – sein Blog ›Arbeit und Struktur‹ steht ihnen an literarischem Rang nicht nach. Es gibt in der Geschichte der Tagebücher nichts, was ihm gleichkäme an Takt, Wärme, dunklem Witz, Sarkasmus und stillem Grauen.« »Arbeit und Struktur« ist Herrndorfs Tagebuch seines angekündigten Todes. Nachdem bei ihm 2010 ein bösartiger Hirntumor diagnostiziert worden war, stürzte er sich in einen unvergleichlichen Schaffensrausch. Er schrieb weiter Bücher im Wettlauf gegen den Tod und dachte zugleich in seinem Internet-Blog öffentlich über das Leben, das Sterben, die Liebe, die Kunst, die Freundschaft, das Weltall und den ganzen Rest nach. Über drei Jahre währte dieses literarische Projekt, dem täglich zehntausende Leser:innen folgten – bis zu seinem unvermeidlichen Ende, das der Autor selbst setzte.

Zum 10. Todestag inszeniert Adrian Figueroa (»Biedermann und die Brandstifter«, »Das Tribunal«) Herrndorfs großen Text über den Abschied von der Welt. Die Inszenierung wurde zum Festival Radikal jung 2024 eingeladen. Hinweise Inhalt Die Inszenierung thematisiert u.a. schwere Erkrankung und Suizid. Stroboskoplicht Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass in der Vorstellung von »Arbeit und Struktur« Stroboskoplicht zum Einsatz kommt. Trailer

Über das Stück Berlin 1929: Die Metropole kocht wie ein Hexenkessel, in dem sich die unterschiedlichsten Lebensentwürfe und -stile, Ideologien, Parteien und Splittergruppen zu einem toxischen Gemisch verbinden. Besonders nachts. Die Atmosphäre der Stadt und ihre unerhörten Freizügigkeiten ziehen auch den jungen Schriftsteller Cliff Bradshaw in ihren Bann. Auf der Suche nach Inspiration stürzt er sich in das proletarische Berlin, entdeckt dessen raue Seiten und verbringt den Silvesterabend im verruchten »Kit Kat Klub«. Hier lernt er die Sängerin Sally Bowles kennen, die der vergnügungssüchtigen Menge einheizt. Die beiden Künstlerseelen krachen wie zwei Sternschnuppen ineinander – und einen Moment lang scheint es, als würde die große Party niemals enden. Vorangetrieben vom eiskalt lächelnden Conférencier des »Klubs« entdecken Cliff und Sally Berlin als Spielplatz für ihre sexuellen Abenteuer und auch als Bühne, auf der beide jemand ganz anderer sein können. Doch als auf der Verlobungsfeier der resoluten Vermieterin Fräulein Schneider und des schüchternen jüdischen Obsthändlers Schultz die Steine fliegen, kommt das große Erwachen. Der aufdämmernde Nationalsozialismus zeigt seine hässliche Fratze. Aus Freund:innen werden politisch Kämpfende, Solidarität steht auf dem Prüfstand, und die Liebe muss sich vor der Angst und dem Opportunismus ducken.

Das weltberühmte Musical »Cabaret« aus dem Jahr 1966 zeichnet mit seinen mitreißenden Revuenummern, Jazzrhythmen und einer vom Ragtime inspirierten Musik die grandiosen Klangwelten der untergehenden Weimarer Republik nach. Die Inszenierung von Regisseur und Schauspieler André Kaczmarczyk spürt dem Glamour von damals und einem Lebensgefühl von heute nach. Trailer

Über die Veranstaltung Das Theater endet nie, es ist niemals fertig, sondern es beginnt andauernd aufs Neue, baut sich auf und ständig um – das Theater ist »Always Under Construction«.

Zum letzten Saison-Finale der zehnjährigen Intendanz von Wilfried Schulz möchten wir uns unter diesem Titel von Ihnen, liebes Publikum, verschieden. Wir möchten Lieder, Klänge, Rollen und Geschichten aus einer Düsseldorfer Theater-Dekade versammeln – mit unserem Ensemble und vielen Schauspieler:innen, die diese Zeit mitgeprägt haben und für diesen Abend noch einmal zurückkehren.

Unter der Leitung von André Kaczmarczyk und Matts Johan Leenders entsteht ein musikalischer Abend, den wir Ihnen als Abschiedsgeschenk machen möchten und mit dem wir uns bedanken möchten für Ihre Treue und Vertrauen, für Ihre Neugier und Streitlust. Wir spielen ihn dreimal und freuen uns auf ein gemeinsames Abschiednehmen voneinander.

Und vielleicht ist dieser Abend eben eines genau nicht: ein Ende. Sondern der Moment, in dem man noch einmal sieht, dass alles immer im Werden ist.

Über das Stück Es ist der Sommer 2006, ein Hitzerekord jagt den nächsten, die Fußballweltmeisterschaft elektrisiert das Land – und für den 15-jährigen Chris verändert sich in einer Nacht das ganze Leben. Er verbringt die Abende mit seinen Freunden auf dem Dach der alten Scheune und verschläft die heißen Tage im Freibad. Chris hält fest an seinem Traum, Fußballprofi zu werden, vor allem aber wünscht er sich eins: endlich cool zu sein. Da geschieht plötzlich das Unfassbare. Debbie, das schönste Mädchen der Schule, interessiert sich ausgerechnet für ihn. Es beginnt eine emotionale Achterbahnfahrt, bei der Chris alles wagt und doch nie vergisst, was wirklich wichtig ist: Freundschaft und die Gewissheit, wirklich gelebt zu haben. Ein nächtlicher Roadtrip mit seinem besten Freund in die glitzernde Großstadt Düsseldorf ist da ein guter Anfang …

Der Debütroman des Fußballweltmeisters Christoph Kramer wurde sofort ein Bestseller. Er erzählt eine Geschichte über das Fünfzehnsein und holt uns in die Zeit im Leben, in der alles möglich scheint, in der höchstes Glück und tiefste Verzweiflung ganz nah beieinanderliegen. »Das Leben fing im Sommer an« ist eine Hommage an den Zauber aller Anfänge, an die Magie der ersten Liebe und nicht zuletzt an die Freundschaft – die Geschichte eines Sommers, den man nie mehr vergisst.

Der Regisseur und Autor Felix Krakau, der regelmäßig am D’haus arbeitet und zuletzt »Nora« von Henrik Ibsen im Kleinen Haus inszenierte, wird die Uraufführung des Romans auf die Bühne bringen. In der Rolle des Chris Kramer ist Moritz Klaus zu sehen. Hinweis Stroboskoplicht Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass in der Vorstellung von »Das Leben fing im Sommer an« Stroboskoplicht zum Einsatz kommt.
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